Chronologie



Gründung 1946 / 47

Das amtliche Protokoll der Baukommission des Stadtrats Rapperswil vom 16. Dezember 1946
in welchem die Massnahmen zur Neuorganisation des Rettungs-, Warn- und Meldedienst festgehalten sind,
darf zurecht als unsere eigentliche Gründungsurkunde betrachtet werden.

Mit einer Verfügung vom 20. Februar 1947,
welche im Anhang zu finden ist, legte dann der Stadtrat die Organisation des Seerettungsdienstes in Rapperswil fest. Bemerkenswert ist darin sicherlich die zwingende, vorgeschriebene Ausbildung der Seeretter.

1947 – 1968
In diesem Zeitraum stand der Seerettungsdienst Rapperswil unter der erfahrenen Leitung der Familie Oswald. Ernst Ackermann Chef des Bauamtes Rapperswil, sowie Vertreter des Samaritervereins waren Ausbildner.

Im Jahre 1961 wurden für die Sturmwarnung rund um den Zürich- und Obersee die gelben Warndrehleuchten montiert, welche die bisher verwendeten gelben Sturmfahnen ersetzten.

Ein wichtiges Ereignis stellt sicher die Seegfrörni im Jahre 1962 dar. Aus diesem Anlass richtete der Seerettungsdienst vom 26 Januar bis zum 17. Februar eine Pikettstelle im 1. Stock des Restaurants „Bellevue“ ein.

In den Jahren 1967 und 1968 wurden die Nachbargemeinden Jona und das Zürcherische Hombrechtikon miteinbezogen.

1969 wurde der Seerettungsdienst neu Organisiert. Die Ablösung von der Familie Oswald zu dem späteren Obmann Fritz Wattenhofer wurde eine jüngere neue Mannschaft gebildet.

Mit einem Passagierboot der neuen Firma Hensa und an Sonntagen mit Privatbooten wurde der Rettungsdienst weiter geführt.

1970 wurde in einer Nacht- und Nebelaktion im Stadtrat die Mittel für die Beschaffung eines Rettungsbootes bewilligt. In Fronarbeit wurde ein älteres Holzboot der Hensa-Werfte umgebaut.

Im Jahr 1971 wurde eine kombinierte Übung mit der Schweiz. Rettungsflugwache durchgeführt. Von Bedeutung ist auch der Anschluss an die Telefonanlage der Feuerwehr Rapperswil, somit konnte die Alarmstelle, damals noch Tel. 18, mittels Gruppenalarm den SRD aufbieten.

Um die Verbindung zwischen Festland und Einsatzboot zu verbessern, wurde 1972 eine Funkanlage angeschafft.
Im Mai 1974 konnte dann das alte Holzboot durch ein occ. Ancas Queen 24 ersetzt werden und wurde auf den Namen Lucky Mariner getauft.

1984 wurde Fritz Wattenhofer verabschiedet und neu gewählt wurde durch den Stadtrat Max Stalder zum neuen Obmann des SRD Rapperswil.

Im Winter 1986 wurde in viel Fronarbeit, unter der baufälligen Stehtribüne des Eisstadion Lido, eine Zentrale für den SRD Rapperswil erbaut. Ansonsten war es eine ruhige Saison.

Die Bergung eines 2,5 Tonnen schweren Bootes in 28 Meter Tiefe wurde 1989 durch unser Tauchgruppe durchgeführt.

1990 Grossbrand im Lido – Hafen, 3 Motor- und 1 Segelboot.

Eine Seebühne wurde am Seenachtsfest Rapperswil erstellt, durch alle Seeretter.

Komandowechsel von Max Stalder zu Kurt Stalder.

Alle 21 Mitlieder bestanden die CPR-Prüfung ( Herz- Lungen- Wiederbelebung). Diese ist seit 1993 obligatorisch für jeden Seeretter, des SRD Rapperswil.

1995 wurde mit einer Rettungshundestaffel eine Seeübung durchgeführt.

Auf Ende Jahr kam der Rücktritt von Obmann Kurt Stalder und Ralph Eugster übernahm die Leitung des SRD Rapperswil
50 Jahre SRD Rapperswil

1996
konnten wir unser 50 jährliches Bestehen feiern

Im Winter 1996- 1997 wurde aus drei alten Räumen über der kleinen Bootshalle im Lido die heutige SRD Zentrale, in 580 Std. Fronarbeit erstellt.

Das neue Rettungsboot durften wir am 16. Mai 1997 offiziell von Herrn Landammann Hans Rohrer entgegennehmen. Feierlich segnete Bruder Paul vom Kapuziner Kloster Rapperswil, am 28. August das neue Boot für die Christliche Seefahrt. Mit einer schönen Ansprache und mit Champagner, taufte unsere Schiffsgotte Bea das Boot auf den Namen „Lucky Mariner 2“.

1997
waren es 29. Einsätze dazu kommt noch der Sicherheizdienst am Seenachtfest Rapperswil. Zudem mussten wir uns noch mit der Handhabung des neuen Rettungsboot und Fahrschule üben.

Am 26. Juni 1998 war ein Großeinsatz mit der Feuerwehr Rapperswil und dem Seerettungsdienst nötig. Im Hafen Lido brannten 3 Motorboot, durch raschen Einsatz beider Organisationen konnte der Schaden um 02.00 Uhr behoben werden. Spektakulär war auch am 13. August der Brand auf der Insel Lützelau, wo mehrere Zelte zerstört und beschädigt wurden.
In diesem Jahr wurden 08. Personen und 13. Schiffe aus Seenot geborgen.

Im Frühling 1999 hatten wir für einmal genügend Wasser unter dem Kiel. Das Hochwasser führte sogar soweit, dass sämtliche Bootsstege, wie auch die beiden Bootshallen im Lido Rapperswil überflutet wurden.

Mitte Jahr wurde die Alarmorganisation vom Kloster Wurmsbach zu der Kantonalen Notrufzentrale Mels (KNZ) umgeschalten.

Der SRD Rapperswil präsentierte sich an diesjährigen EXPO Jona auf einem spezial Schiff.
Ende Jahr wurden wir am 12. Dezember und am 26. Dezember von zwei Stürmen überrascht, mit über 180 km/h fegte nach der Weihnacht der Sturm Lothar übers Land. Wir waren mit 12 Mann über 10,0 Std. im Einsatz.
Leider verzeichneten wir 1999 einen Rekord von 65 Einsätzen.

Leider mußten wir im Jahr 2000 wieder einen Todesfall verzeichnen. Die vermisste Person konnte im Strandbad Stampf, nach 2,0 Std. Suche durch unsere Taucher, nur noch tot geborgen werden.
Diese Jahr wurde das Traditionelle Seenachtfest in Rapperswil wieder mit Erfolg und ohne grosse Unfällen durchgeführt werden.
61. Einsätze zählten wir diese Jahr.

In den 37. Einsätzen während dem Jahr 2001, mussten leider trotzdem zwei Suizidtote aus dem Seebecken geborgen werden. Trotz aller Tragik, hat unsere Organisation das Jahr aber erfolgreich überstanden. Alle Einsätze wurden erfolgreich abgeschlossen.

Im vergangenen Jahr 2002 hat sich die Anzahl unsere Einsätzen auf 48. belaufen. Als wohl traurigstes Ereignis der Saison ist der Unfall beim „Ledigatter“ zu bezeichnen, wo leider die vermieste Person am nächsten Morgen nur noch tot geborgen werden konnte. Mit der Feuerwehr Rapperswil, organisierten wir wieder eine gemeinsame Übung. Die beiden Organisationen zeit was man hat und was man kann.

Rund 73. mal mussten wir im Jahr 2003 ausrücken, bei Wind und Wellen, bei Tag und Nacht. Am 3. April durften wir die alljahrige Int. Kantonale Obmänner Konferenz in Rapperswil durchführen. Nicht alle Einsätze waren so dramatisch wie diejenigen anläßlich des grossen Sturmes vom 16. Juli, diverse Boot mussen vom Ufer abgeschleppt werden.

Am 1. Mai 2004 führten wir einen „Tag der offenen Tür“ durch, mit der Feuerwehr, SLRG, Spitalwagen Linth, Samariterverein Rapperswi, und der Hunde-Wasserrettung „Zürisee-Hunde“ aus Stafä zeigten wir der Öffentlichkeit unsere Möglichkeiten. Zur Erweiterung der Wiederbelebungsmassnahmen wurde dieses Jahr ein Defibrillationsgerät angeschafft. Dieses Jahr verzeichneten wir nur 27. Einsätze.

Ein spektakulärer Einsatz wurde im Frühsommer, am 29 Mai 2005, verzeichnet. Um 01.44 Uhr ging der Pager los, „Motorboot vor Seedamm aufgefahren“. Als wir die Unfallstelle ausfindig gemacht hatten, stelle sich heraus, dass der Bootsführer mit Vollgas den einen „Züristein“ umgefahren hat, zu Glück hatten die Insassen nur kleine Verletzungen.

Im Jahr 2006 waren es insgesamt 44. Einsätze, markant war dieses Jahr der Sturm vom 5. Juni. Wir waren bis um 24.00 Uhr im Einsatz.

Seit der Inbetriebnahme des neuen Rettungsboot von 1997 haben unsere Motoren schon über 2055 Betriebs- Std.

Einsätze von 1947 bis 2006
Von anfänglich 8 Einsätzen, zählt man Heute durchnitlich 45 – 73 pro Jahr.